ÖVP stellt Kandidaten für Europa-Wahl vor

Von 22. bis 25. Mai wählt die Europäische Union ihr neues Parlament. Heute traten ÖVP-Parteiobmann Michael Spindelegger und der ÖVP-Spitzenkandidat für die Europa-Wahl 2014,  Othmar Karas, vor die Öffentlichkeit, um ihr Team vorzustellen. Spindelegger bezeichnete die anwesenden 15 erstgereihten Kandidatinnen und Kandidaten als „Persönlichkeiten Nummer 1 in Europa“.

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Tagung des Parteivorstandes

Nachdem am Vormittag der ÖVP-Parteivorstand tagte, wurde den wartenden Reporterinnen und Reportern, sowie Journalistinnen und Journalisten um 12:40 Uhr Einlass in die Räumlichkeiten der ÖVP-Parteizentrale gewährt. Zuvor hatten Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner das Gebäude kommentarlos verlassen, was für Unbehagen unter den Medienvertreterinnen- und Vertretern sorgte.

Spindelegger und Karas treten vor die Presse

Spindelegger verkündete vor der Präsentation der Kandidatinnen und Kandidaten für die Europa-Wahl eine umfassende Erneuerung der Österreichischen Volkspartei. Bis 2015 sollen zahlreiche Ideen gesammelt werden, um die Partei zukunftssicher zu machen. In den nächsten Tagen werde Generalsekretär Gernot Blümel genauere Details verkünden. Danach wandte sich der Parteiobmann den anstehenden EU-Parlamentswahlen zu und lobte die ebenfalls anwesenden 15 Kandidatinnen und Kandidaten der Volkspartei als „Persönlichkeiten Nummer 1 in Europa“. Auch für Othmar Karas fand Spindelegger Komplimente: „Unser Spitzenkandidat verbindet seine Europakompetenz mit Persönlichkeit und ist somit bestens für die anstehenden Aufgaben geeignet.“

Karas spricht über Ziele

Mit den Worten „Jetzt geht’s los!“ begann Othmar Karas, der auch das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei innehält, seine Stellungnahme. Er bezeichnete die heutige Pressekonferenz als Auftakt für die Kampagne zur anstehenden Wahl. Er gab für die Wahl das Ziel aus, in Österreich die meisten Stimmen zu erhalten, was Spindelegger sichtlich freute. Inhaltlich möchte Karas „Vertrauen zurückgewinnen, Krisen bewältigen und die Zukunft gestalten“. Auf Nachfrage, ob das zurückgewonnene Vertrauen auf seine durch das Fehlverhalten des ehemaligen Vorsitzenden Ernst Strasser Parlamentsdelegation oder die EU im Allgemeinen bezogen sei meinte Karas, es sei natürlich wichtig das Vertrauen in seine Delegation zu stärken, aber vor allem müsse die Politik und auch die EU wieder auf das Vertrauen der Bevölkerung zählen können.

Die ÖVP-Kandidatinnen und Kandidaten für das Europa-Parlament

Auf der ÖVP-Liste zur Wahl am 25. Mai 2014 finden sich 22 Frauen und 20 Männer wieder. Spindelegger betonte, dass man hierbei auf Ausgewogenheit zwischen den Geschlechtern geachtet habe. Auf Platz 2 und 3 befinden sich die beiden aktuellen EU-Parlamentarier Elisabeth Köstinger und Paul Rübig. Am 6. Listenplatz scheint die ehemalige Wissenschafts- und Justizministerin Beatrix Karl auf. Sie werde sich auch in ihrer neuen Funktion Wissenschaftsthemen widmen. Bis 2007 war Beatrix Karl bereits Mitglied des Europäischen Ausschusses für soziale Rechte des Europarats in Straßburg. Ebenfalls erwähnenswert ist der auf dem neunten Platz gereihte Patrik Fazekas. Der 24-jährige Student aus dem Burgenland soll für die Jugend wichtige Agenden in Europa behandeln.

 

Weitere Details:

Vollständige ÖVP-Kandidatenliste zur Europa-Wahl 2014


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