BZÖ wählt Haider-Quercia zur Spitzenkandidatin

Ulrike Haider-Quercia, die Tochter des verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider, wurde für die EU-Wahl 2014 zur Spitzenkandidatin ihrer Partei gewählt.

Die Partei „Bündnis Zukunft Österreich“ (BZÖ) hat am Samstag einstimmig Ulrike Haider-Quercia zu ihrer Spitzenkandidatin für die EU-Wahl 2014 gewählt. Bei einem Bundeskonvent des BZÖ in der Wiener Hofburg gaben rund 300 Delegierte Haider-Quercia ihre Stimme. Die Tochter von Jörg Haider zeigt sich mit der bisherigen Europapolitik unzufrieden und ist enttäuscht. Deshalb möchte sie die alte Politik ablösen und Europa neu und besser gestalten. Denn die alte Politik „ist in allen Belangen gescheitert“ so Haider-Quercia. Sie habe das „Märchen eines geeinten Europas“ erzählt. „Die tatsächliche Europapolitik hat mit Einigkeit jedoch nichts zu tun“, ist die BZÖ-Spitzenkandidatin der Meinung. Vielmehr würden große Lobbyfirmen die europäische Gesetzgebung steuern, das Credo der alten Politik sei Gleichmacherei.

„Wir denken über Generationen“

Ihre Lösung liegt in der neuen Generation, „wir sind bereit, selbst Verantwortung zu übernehmen und unsere Zukunft selbst zu gestalten“ sagt Haider-Quercia. Nur mit dieser neuen, europäisch denkenden Generation könne es möglich sein, ein geeintes Europa aufzubauen – getreu ihrem Motto „eine neue Generation packt an“.

Haider-Quercia blieb in ihren Ausführungen allgemein, für die Seitenhiebe auf die politischen Gegner war Bündnisobmann Gerald Grosz zuständig. So prophezeite er zum Beispiel den Untergang von Rot-Schwarz, nannte Eugen Freund einen „ORF-Privilegienpensionisten“, Josef Pröll einen „Verräter an unseren Steuergeldern“ und ließ auch den ÖVP-Spitzenkandidaten Othmar Karas sowie die NEOS-Spitzenkandidatin Angelika Mlinar nicht aus.

2.600 Unterstützungserklärungen nötig

Damit die Spitzenkandidatin des BZÖ zur EU-Wahl am 25. Mai antreten kann, sind bis zum 11. April 2.600 Unterstützungserklärungen nötig. Dass dies gelingt, stellt zumindest Gerald Grosz nicht in Frage.

Ein Beitrag von Sophia Dollsack und Alexandra Olzsak


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