Die Geschichte der Europäischen Union

"Sitzung des Europa-Parlaments im April 1985 in Straßburg" by Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0.

Die Geschichte der EU beginnt nach dem 2. Weltkrieg mit einer gemeinsamen Idee und entwickelt sich im Laufe der Jahre zum größten Friedensprojekt des europäischen Kontinents.

Trümmerfeld Europa

Nach dem zweiten Weltkrieg liegt Europa in Schutt und Asche. Nachdem die schlimmsten Nachkriegsjahre vorbei sind, gründen sechs Staaten (Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande) zunächst die drei Europäischen Gemeinschaften (EG). Diese Gemeinschaften sind die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl EGKS (1951), die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft EWG (1957) sowie die Europäische Atomgemeinschaft EAG, heute EURATOM (1957). Diese Gemeinschaften haben zum Ziel, durch enge wirtschaftliche Zusammenarbeit eventuelle Konflikte zu verhindern, das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen und den Wohlstand der Bürger zu steigern.

Die Entstehung der Union

Im Jahr 1973 treten Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich den Europäischen Gemeinschaften bei und der Zusammenschluss wächst mit dem Beitritt Griechenlands (1981), Portugals und Spaniens (beide 1986) weiter. 1985 wird das „Schengen-Abkommen“ getroffen, welches die Grenzen innerhalb der Gemeinschaft öffnet. 1992 entsteht mit dem „Vertrag von Maastricht“ schließlich die Europäische Union in ihrer heutigen Form.

Österreich und der Euro

Mit der Europäischen Union stärkt man neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Zusammenarbeit im Justizbereich. 1995 tritt Österreich gemeinsam mit Schweden und Finnland der EU bei. Die Europäische Zentralbank wird 1998 gegründet und 2002 wird in vielen der Mitgliedsstaaten der Euro als neue offizielle gemeinsame Währung eingeführt. Diese Staaten sind das Euro-Währungsgebiet bzw. der Euro-Raum.

Die große Osterweiterung

Mit der Osterweiterung 2004 kommen Estland, Lettland, Litauen, Polen, die Tschechische Republik, die Slowakei, Slowenien, Ungarn, Malta und Zypern zur EU dazu. 2007 treten Bulgarien und Rumänien in die EU ein und der „Vertrag von Lissabon“ wird unterzeichnet. Durch den Vertrag soll die EU auf zukünftige politische Herausforderungen effizient und flexibel reagieren können. Er ist die aktuelle Rechtsgrundlage der Union. Neuestes Mitglied ist Kroatien (2013).

Wen wählen wir?

Die EU hat zurzeit 28 Mitglieder, wobei in 19 von ihnen der Euro die offizielle Währung ist. Das Europäische Parlament ist zuständig für Gesetzgebung, Aufsicht und Haushalt. Es wird alle fünf Jahre direkt von den Bürgerinnen und Bürgern der EU gewählt. Die letzten Wahlen waren im Mai 2014 und die nächsten finden vom 23. bis 26. Mai 2019 statt. Von den 751 Sitzen im EU-Parlament werden derzeit 18 von österreichischen Politikern besetzt.

Bildnachweis: „Sitzung des Europa-Parlaments im April 1985 in Straßburg“ by Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.0.

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