Voggenhuber: „Extreme Rechte blasen zum Marsch auf Brüssel“

Wahlkampfauftakt der Liste Jetzt ohne Geld für richtige Plakate

Am 18. April präsentiert die Initiative „1Europa“ ihr Plakat, welches eigentlich nur ein metallischer Plakatrahmen ist. Dieser Rahmen umrandet den Liste Jetzt Politiker Johannes Voggenhuber und sein Team bei dem offiziellen Wahlkampfauftakt zur Europawahl. Denn Geld für Plakate fehlt der Liste Jetzt. Bei seiner Rede warnt der Ex-Grüne vor den Gespenstern des 19. Jahrhunderts in Form von Nationalisten und extremen Rechten.

Österreich fällt zurück

Die Mitstreiterinnen des ehemaligen Europaabgeordneten, darunter die Regisseurin Marion Krainer, die Juristin Gabrielle Faller und die Psychologin Sandra Gaupmann, stellen alle ein kurzes Statement aus dem Wahlprogramm vor. Dann tritt Voggenhuber persönlich hervor und hält seine Rede. In den letzten eineinhalb Jahren sei Österreich in mehreren Bereichen, wie der Medienfreiheit, der Achtung der Menschenrechte und dem Kampf gegen die Armut zurückgefallen. Der gesellschaftliche Rand sitze jetzt in unseren Regierungen und agiere gegen Europa.

Verschlafene Zeit

Die 30 Jahre seit dem Fall des Eisernen Vorhangs seien weitgehend ungenützt geblieben. Die nächsten fünf Jahre würden zudem „entscheidende Jahre werden“, so Voggenhuber. Er bezeichnet dabei den Nationalismus als die „Seuche Europas“ gegen die er „eine Allianz zur Verteidigung Europas“ bilden wolle. Denn laut Voggenhuber habe die „extreme Rechte sehr wohl eine Chance die zweitstärkste, vielleicht sogar die stärkste Fraktion im europäischen Parlament zu werden“. Der Klimawandel gehöre auch bekämpft, damit man der Jugend in der Zukunft „einen so schönen blauen Himmel wie heute“ zeigen könne.

Kaum Geld für Wahlkampf

Das Wahlkampfbudget der Initiative ist knapp. Es stehen nur 240.000 Euro zur Verfügung. Voggenhuber erinnere das an die Anfangszeiten der Grünen: „Wo wir auch kein Geld hatten – nichts, was mich wirklich schreckt.“ Allerdings wolle man statt Plakaten auf Alternativen wie soziale Medien oder Veranstaltungen setzen. Seine Wähler stellt sich Voggenhuber pro-europäisch, bunt und mehr arm als reich vor.

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