Die Freitage für unsere Zukunft

Wien. Zahlreiche Schüler und Studenten versammelten sich, um an der Klimaprüfung der Friday for Future Bewegung teilzunehmen. Der Fokus der Veranstaltung lag auf der EU-Wahl und dem zweiten weltweiten Klimastreik am 24.05.2019.

„Klima-Streik“ Parolen hallen durch den Wiener Heldenplatz. Zahlreiche Schüler, Studenten und Lehrer haben sich versammelt um an der Friday for Future Demonstration teilzunehmen. Die Veranstaltung trägt den Namen „Klimaprüfung“. Die Bewegung wurde von der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg ins Leben gerufen. Die junge Schwedin zog es vor sich freitags vor das schwedische Parlament zu setzen, um auf die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Ihr Schulbesuch war an diesen Tagen zweitrangig. Nun machen es ihr hunderttausende junge Menschen nach und organisieren sich, um freitags zu demonstrieren. Die Veranstalter der Demonstration in Wien, machen den Teilnehmern und Demonstranten klar, wie wichtig es ist am kommenden Sonntag zur EU-Wahl wählen zu gehen. Denn der Klimaschutz wird zu 80% auf europäischer Ebene reguliert. „Wählt für den Klimaschutz“ tönt es über den Heldenplatz. Der Enthusiasmus ist bei allen Teilnehmer und auch bei den Zuschauern zu spüren. Friday for Future fordert eine mutige Umweltschutzpolitik in Übereinstimmung mit dem 1,5 Grad Ziel des Pariser Abkommens. Ziel: Eine Erderwärmung von „nur“ 1,5 Grad. Ziel ist es auch, den Klimanotstand in Wien ausrufen zu lassen. Bedeutet, dass bei allen künftigen politischen Entscheidungen, die Auswirkungen auf den Klimaschutz berücksichtigt werden.

Die Fragerunde

Vor der Prinz Eugen – Reiterstatue ist eine Schultafel und ein Halbkreis aus Sesseln aufgebaut. Auf den Sesseln nehmen später die Spitzenkandidaten der Parteien für die Europawahl Platz, um an der Diskussions- bzw. Fragerunde teilzunehmen. Man fühlt sich ein wenig, als wäre man in einem Klassenzimmer im Freien. Andreas Schieder (SPÖ), Johannes Voggenhuber (Initiative 1 Europa), Karin Feldinger (NEOS), Luis Cortés Barbado (KPÖ plus), Reinhold Lopatka (ÖVP) und Werner Kogler (Grüne) nehmen auf den Sesseln Platz. Jeder Kandidat erhält eine orangene Karte und eine grüne Karte. Grün heißt dafür, orange dagegen. Die Fragen werden nun von den zwei Moderatoren an die Kandidaten gestellt, durch vorzeigen der Karte wird nun klar ob die Kandidaten für das Thema sind, oder eben dagegen.

Die Fragerunde im Überblick:

  • Frage sind sie dafür, dass das 1,5 Grad Ziel eingehalten wird? Alle Kandidaten zeigen die grüne Karte auf und stimmen somit für Ja.
  • Sind sie bereit oberste Priorität auf das 1,5 Grad Ziel zu setzen? Alle Kandidaten stimmen mit Ja
  • Unternimmt Österreich genug gegen die Klimakrise? Alle Kandidaten stimmen mit Nein, bis auf Herr Lopatka – er zeigt beide Karten auf.
  • Ist der Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas notwendig? Wieder stimmen alle Kandidaten geschlossen mit Ja.
  • Geht sich das bis 2030 aus? Alle Kandidaten stimmen mit Ja, außer Herr Lopatka (ÖVP) mit stimmt mit Nein. Nach Lopatka wird es sehr schwierig: „da wir nicht alleine auf der Welt sind und auch an bevölkerungsreichere Kontinente bzw. Nationen denken müssen, wie beispielsweise Indien oder China.“ Das Ziel sei sehr ambitioniert.
  • Sollen CO2 Emissionen besteuert werden? Alle Kandidaten stimmen mit Ja.
  • Sollte Kerosin besteuert werden? Auch hier zeigen alle Kandidaten die grüne Karte auf!
  • Ist unser jetziges Wirtschaftssystem kompatibel mit Umwelt- und Klimaschutz? Herr Lopatka stimmt mit Ja, die anderen Kandidaten stimmen mit Nein.
  • Wären große Veränderungen in unserem Wirtschaftssystem notwendig, um das 1,5 Grad Ziel einzuhalten? Alle Kandidaten zeigen auch hier die grüne Karte auf.

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