„Der Planet hat Fieber“

Am 24. Mai fand das Wahlkampf-Finale der Grünen mit Werner Kogler und Sarah Wiener statt.

Es ist Freitag, kurz vor 10 Uhr vormittags, am Christian-Broda-Platz in Wien. Schon von weitem kann man erkennen, dass eine Farbe den ganzen Platz dominiert: Grün. Kommt man näher, sieht man Personen mit grünen EU-Fahnen. Sie wehen leicht im Wind. Von verschiedenen Seiten nähern sich Besucher. Man entdeckt grüne Sonnenbrillen, grüne Leiberl und grüne Taschen. Im Hintergrund wird eine Regenbogen-Fahne gehisst.

Plötzlich entsteht großes Getummel. Die Spitzenkandidaten Sarah Wiener und Werner Kogler sind erschienen. Bekannte werden umarmt. Die Kameras stürzen sich auf diese Bilder. Langsam gehen die Beiden nach vorne.

Gespannt recken die Besucher die Köpfe in die Höhe um etwas zu sehen. Da ertönt auf einmal mit voller Kraft aus den Lautsprechern das Lied „Spirit in the Sky“ von Norman Greenbaum. Die Stimmung ist ausgelassen. Manche wippen ihren Kopf im Takt zum Lied oder tanzen leicht. Vorbeigehende Passanten werfen dem Geschehen neugierige Blicke zu.

„Saubere Umwelt und saubere Politik“

Als das Lied zu Ende ist kommt die Währinger Bezirksrätin auf die Bühne um die Begrüßungsworte zu sprechen. „Wir haben noch 48 Stunden um zu kämpfen. Wir kämpfen um jede grüne Stimme. Gerade nach den Ereignissen der letzten Woche betonen wir umso mehr, dass es saubere Umwelt und saubere Politik braucht.“ spricht sie ins Mikrofon. Dann bittet die Bezirksrätin unter großem Applaus Kandidatin Sarah Wiener auf die Bühne.

„Vor einigen Monaten hat mein Weg begonnen, ich bin durch ganz Österreich getourt und habe viel Tolles erlebt“, startet Wiener ihre Rede. Sie betont wieder, dass Umwelt- und Klimaschutz alle anderen Themen überstrahlen sollten und bedauert, dass diesem wichtigen Anliegen in der letzten Woche die Show gestohlen wurde. Außerdem ist sie für Transparenz und Offenlegung in der Poltik und endet mit den Worten: „Alle Unentschiedenen Wähler sollten sich gut überlegen, welche Werte sie vertreten und vor allem: Welche Welt sie ihren Kindern hinterlassen wollen.“

Werner Kogler betritt nun die Bühne. „Der Planet hat Fieber. Es gibt keinen Planeten B.“ startet er. Seine Ausführungen setzt er mit der Beschreibung einer Aktion fort: „Über dem Parlament haben wir in 50 Meter Höhe ein Banner mit den Worten ‚Saubere Umwelt und saubere Poltik‘ angebracht. Es ist noch nichts entschieden, am Sonntag kann es knapp werden.“ Abschließend betont er noch, dass rechte Parteien wie die FPÖ nicht wieder in die Regierung gelangen sollten: „Bei der FPÖ findet ein ewiger Kreis zwischen Oppostionsbank, Regierungsbank und Anklagebank statt.“

Nach den Reden herrscht Applaus und beipflichtende Stimmung. Die grünen Taschen werden wieder gepackt. Ein Mann steckt seinem Hund eine grüne Fahne zu. Aus den Lautsprechern ertönt noch eine Einladung: „Wer möchte, kann jetzt noch mit uns gemeinsam über die Mariahilfer Straße zum Heldenplatz gehen. Wir wollen bei „Fridays for Future“ teilnehmen und unsere Schüler unterstützen!“

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