Vereinigte Staaten von Europa am Platz der Menschenrechte

Das pinke Wahlkampffinale

Wien – Freitag, 24. Mai um 16 Uhr war es soweit. Die NEOS schlossen ihren Wahlkampf offiziell am Platz der Menschenrechte vor dem Museumsquartier ab. Der Platz erstrahlte in Pink-Gelb-Dunkelblau, EU-Groupies waren vermehrt zu sehen.

Auf der kleinen pinken Bühne, die für das Finale aufgebaut wurde, eröffnete die Parteichefin Beate Meinl-Reisinger die Veranstaltung. Nach anfänglichen Tonproblemen begann sie ihre Redezeit vor allem mit nationalen Themen. Dann spannte sie den Bogen von nationalem Machtmissbrauch (Stichwort Ibiza-Affäre) auf die europäische Ebene und schloss die Rede mit Glückwünschen an die Spitzenkandidatin Claudia Gamon. Anschließend bekam sie symbolisch einen gelben Europa-Stern überreicht.

In der Folge traten die weiteren Kandidaten auf die Bühne und bekamen nach kurzen Statements ebenfalls einen gelben Stern überreicht. Danach war auf der großen Video-Wall eine kurze Grußbotschaft von Margrethe Vestager zu sehen. Die dänische Politikerin ist aktuell EU-Kommissarin für Wettbewerb und konnte nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen.

Dann war die Bühne frei für Claudia Gamon. Unter Beifall eröffnete sie ihre Rede mit einem „Griaß euch“. Nach Lob für das NEOS-Wahlkampfteam ging sie gleich über zu ihrem „Zugpferd“ – den Vereinigten Staaten von Europa. „Sie sind ein Versprechen für ein besseres Europa“, führte die Spitzenkandidatin aus. Sie vertritt eine Politik für die Menschen und nicht für eigene Interessen. Eine Art der Politik, für die auch Europa ihrer Meinung nach stehen sollte. Danach ging Gamon über in die Innenpolitik und griff FPÖ, sowie ÖVP, über die Ibiza-Affäre an. Für sie sei der innenpolitische Skandal auch ein Beispiel für Europa, nämlich, „dass die Rechtspopulisten nach der Wahl in Europa nicht an die Macht kommen dürfen“. Die NEOS und andere liberale Parteien seien die Garantie dafür, dass das Europäische Parlament pro-europäisch bleibt. „Es gibt genug Parteien, die herumeiern“, aber nur die NEOS würden klar sagen, was sie wollen. Auch sie bekommt nach der Rede einen Europa-Stern.

Die 12 „Sternenträger“ werden auf die Bühne gebeten, auf der Video-Wall im Hintergrund beginnt Winston Churchills Rede zu den „United States of Europe“. Es folgt ein Zusammenschnitt europäischer Errungenschaften, dazu werden auf der Bühne große Europaflaggen geschwungen.

Danach verwandelt sich der Platz in eine lockere Partyzone. Bei Lounge-Livemusik werden in pinken Pavillons Hot-Dogs, Bier und Rosé-Sekt ausgegeben. Das Publikum ist sehr jugendlich, obwohl alle Altersgruppen vertreten sind. Für die kleinen „Fans“ gibt es pinke, sowie dunkelblaue Luftballons. Immer wieder wehen EU-Flaggen. Claudia Gamon selbst wirkt erleichtert und verlässt die Feier gegen 17:45.

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